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Das Thema Backup ist für Unternehmen, aber auch Privatpersonen wichtiger denn je. Nahezu jeder von uns hat Daten, die, einmal verloren, fast unersetzbar sind. Im privaten Bereich kommen einem hier vor allem wertvolle Erinnerungen wie Fotos in den Sinn. Im geschäftlichen sind es eher wichtige Kundendaten oder Unternehmensinformationen. Um diese vor Diebstahl, Hardwarefehlern oder versehentlichem Löschen zu schützen, ist es sinnvoll regelmäßig eine Sicherheitskopie herzustellen. Vor allem bei Unternehmen ist es sinnvoll, eine feste Strategie zu entwickeln, damit die Backups im Hintergrund erstellt werden können, ohne das dies manuell eingeplant werden muss. Auf diese Weise wird die Arbeit so wenig wie möglich beeinträchtigt.
Geräte die ihre Daten austauschen. Das wird durch Pfeile symbolisiert, die auf eine Cloud oder eine Festplatte zeigen.

Wo sollte man ein Backup ablegen?

Zunächst sollte sich das Backup nicht auf dem gleichen Datenträger befinden, wie die eigentliche Datei. Noch besser ist es, wenn sie sich weder im gleichen Netzwerk noch im gleichen Gebäude befindet. Bei einem Cybervorfall wie einer Ransomware-Attacke sind oft ganze Netzwerke betroffen und nicht nur einzelne Festplatten. Aber auch Unternehmen die alle Daten in der gleichen Cloud speichern, hatten schon das Nachsehen, wenn es im entsprechenden Gebäude zu einem Serverbrand kam und damit alle Daten vernichtet wurden. Privat empfiehlt es sich die Daten entweder zusätzlich zum eigenen Rechner in einer Cloud zu lagern oder eine tragbare Festplatte zu nutzen. Diese kann man gegebenenfalls auch bei engen Verwandten oder Freunden lagern.

Welche Backup-Methoden gibt es?

Vollständiges Backup:

Bei einem vollständigen Backup wird der gesamte Speicher des Computers kopiert. Dieses Methode ist sehr gründlich, benötigt aber viel Zeit. Da bei jeder Datensicherung alle Dateien erneut gespeichert werden, ist zudem sehr viel Speicherplatz erforderlich.

Differentielles Backup:

Für ein differenzielles Backup wird zunächst ein Voll-Backup erstellt und im Anschluss darauf aufgebaut. Konkret bedeutet das, bei jeder weiteren Sicherung werden nur die Daten gespeichert, die seither hinzu gekommen sind. Ein solches System würde wie folgt ablaufen:

Beim 1. Backup speichert das Backup-Programm ein Voll-Backup
Beim 2. Backup speichert es die Änderungen seit dem Voll-Backup.
Beim 3. Backup speichert es erneut das 2. Backup sowie das, was seitdem neu dazu gekommen ist. Beim 4. Backup speichert es erneut das 3. Backup sowie das, was seitdem neu dazu gekommen ist.

Differentielles-Backup Eklärung auch im Text

Inkrementelles Backup:

Auch diese Art Datensicherung basiert auf ein Voll-Backup. Allerdings werden hier nur die Änderungen oder Neuerungen gespeichert. Das spart Speicherplatz und geht entsprechend schneller. Der Nachteil zeigt sich in der Wiederherstellung, da nicht nur das Voll-Backup, sondern auch alle inkrementellen Backups in der richtigen Reihenfolge wieder hergestellt werden müssen. Beispielhaft möchten wir auch hier das System anhand von vier aufeinanderfolgenden Backups vorstellen:

• Beim 1. Backup speichert es ein Voll-Backup.
• Beim 2. Backup speichert es nur die Änderungen seit dem ersten Voll-Backup.
• Beim 3. Backup speichert es nur die Änderungen, die seit dem 2. Backup hinzugekommen sind.
• Beim 4. Backup speichert es nur die Änderungen, die seit dem 3. Backup hinzugekommen sind.

Wie oft ist ein Backup nötig?

Generell gilt: Je wichtiger und sensibler Ihre Daten sind – umso wichtiger ist die regelmäßige Sicherung dieser Daten. Von daher lässt sich die diese Frage nicht pauschal beantworten. Wir würden noch einmal unterscheiden wollen, zwischen privatem Nutzer und einem Unternehmen.

Datensicherung für Standardnutzer und private Verwendung

Bei regelmäßiger Nutzung und häufigen Änderungen empfiehlt sich ein wöchentliches Backup. Hier wäre ein Inkrementelles Backup eine gute Wahl. Beginne mit einem Voll-Backup am Anfang des Monats und führe dann wöchentliche inkrementelle Backups durch. Diese Methode spart Speicherplatz und Zeit im Vergleich zu einem wöchentlichen Voll-Backup.

Täglicher Nutzer oder berufliche Verwendung

Für tägliche oder berufliche Nutzung ist ein tägliches Backup ratsam. Beginne auch hier mit einem Voll-Backup und ergänze es durch tägliche differenzielle Backups. Dies ermöglicht eine schnelle Wiederherstellung, da nur das letzte Voll-Backup und das aktuelle differenzielle Backup benötigt werden.

Fazit:

Regelmäßige Backups schützen vor Datenverlust und sorgen dafür, dass wichtige Informationen sicher und leicht wiederherstellbar bleiben. Ob Voll- oder Teilsicherung, ob auf Festplatte oder in der Cloud – die Backup-Methode sollte individuell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sein.
Tipp: Falls Sie nicht selbst für Ihre Datensicherung sorgen möchten, können wir Sie gern zu verschiedenen Dienstleister beraten, die automatische Backup-Systeme anbieten.