0721 1320980 info@iscl.de
Inhalt
Wie wird KI das IT-Consulting verändern?
Welche Neuerung entstehen in der Cybersecurity durch KI?
Kann KI Programmierer ersetzen?
Welche Möglichkeiten hat KI in der Systemadministration?
Fazit: Was kann KI ersetzen und was nicht?
Künstliche Intelligenz ist in vielen Berufszweigen mittlerweile angekommen und natürlich macht sie auch vor dem IT-Sektor nicht halt. Hier muss man noch einmal differenzieren. Denn IT ist nicht gleich IT und es gibt viele unterschiedliche Bereiche, in denen auch KI unterschiedliche und unterschiedlich starke Anwendung findet. Wir schauen uns heute die Bereiche „Consulting“, „Cybersecurity“, „Programmierung“ und „Systemadministration“ an und gehen der Frage nach, wie KI die Bereiche beeinflusst und ob sie den Menschen ersetzen kann.
Ein Mann gibt einem KI Roboter einen Auftrag

Wie wird KI das IT-Consulting verändern?

Im Bereich Beratung spielt KI eine noch nicht so starke Rolle wie in den anderen Bereichen. Denn hier geht es vor allem um kompetente Beratung. Die Themen haben eine gewisse Komplexität und umfassen neben rechtlichen Komponenten auch Budgetkonflikte und Strategien, die langfristig für das gesamte Unternehmen angewandt werden sollen. Für eine umfassende Beratung in der IT ist es sinnvoll, dass ein Berater verschiedene Stränge im Unternehmen zusammenführt. Er kann zwar KI nutzen um Daten zu analysieren oder seine Präsentationen vorzubereiten, die Kernarbeit kann jedoch aktuell nicht durch KI übernommen werden.
Hinzu kommt die menschliche Vertrauenskomponente und Erfahrung, die ein guter Berater mitbringt. Nicht immer geht es dabei nur um die bloßen Zahlen in der Unternehmensstruktur. Ein Berater muss zusätzlich zwischenmenschliche Dynamiken und Konflikte zwischen Firmenethik und strategischer Budgetausrichtung mitdenken. Viele Entscheidungen werden nicht nur aufgrund theoretischem Fachwissen getroffen, sondern auch durch das Vertrauen in den Berater und dessen Lösungsansätze.
IT Consulting wird sich vielleicht zukünftig in die Richtung entwickeln, dass vermehrt Datensätze mittels KI ausgewertet werden. Die konkrete Bewertung der Ergebnisse und Umsetzungsmaßnahmen werden jedoch weiterhin durch einen Berater durchgeführt.

Welche Neuerung entstehen in der Cybersecurity durch KI?

Im Bereich Cybersecurity hat KI mittlerweile einen festen Platz erhalten. Das gilt sowohl für die Seite der Sicherheitsexperten als auch für die Seite von Cyberkriminellen. Die Zeiten in denen beispielsweise Phishing-Mails händisch verfasst wurden, sind lange vorbei. Aber auch die Suche nach Sicherheitslücken kann KI übernehmen. Das bedeutet, Angreifer können viel schneller Lücken finden und ausnutzen.
Natürlich bietet KI aber auch eine Riesenmöglichkeit für alle Sicherheitsanbieter. Unternehmen wie Sophos, Securepoint und viele andere nutzen bereits KI zur Schwachstellenerkennung und auch für Verbesserungen der eigenen Programme. Allerdings ist KI momentan noch nicht vollständig alleine handlungsfähig. Es bedarf am Ende oft einer menschlichen Kontrollinstanz. Sollte es beispielsweise zu Sperrungen durch die KI kommen, die fälschlicherweise entstanden sind, gilt es solche Fälle schnell zu klären und den Nutzer wieder zu entsperren. Hinzu kommen Zero-Day-Angriffe, die nicht immer von der KI als solche erkannt werden. Auch hier kann der Mensch teilweise (noch) schneller agieren. Ähnlich wie beim IT Consulting darf aber auch die menschliche Komponente nicht vergessen werden. IT Security besteht nicht in einem reinen Maßnahmen Katalog, der abgearbeitet werden sollte. Es gilt zu prüfen, wie die Prioritäten des Unternehmens liegen und welche Reihenfolge sinnvoll ist. Dazu bedarf es Menschen, die mehrere Faktoren gegeneinander abwiegen und genau herausfinden, was tatsächlich für das Unternehmen sinnvoll und machbar ist.

Kann KI Programmierer ersetzen?

Vor allem im Bereiche Coding wird KI bereits heute häufig eingesetzt. Sie kann gut beim Generieren von Code und beim Testen von Code unterstützen. Auch eine parallele Dokumentation durch die KI ist mittlerweile möglich.
Allerdings ist KI häufig nicht im Stande administrative Entscheidungen sinnvoll zu treffen. Oft geht es beim Programmieren nicht nur um den eigentlichen Code, sondern auch um langfristige Architekturentscheidungen und langfristige Entwicklungen. Ein Projekt muss geplant werden und teilweise mit dem Kunden genau abgesteckt werden. Dies wird immer noch händisch durch Menschen gemacht.

Langfristig kann es hier auch zu Problemen kommen. Die aktuellen Aufgaben einer KI entsprechen oft eher der eines Junior-Entwicklers. Aber es ist sinnvoll dieses Handwerk zu beherrschen, um sich irgendwann zum Senior weiterzuentwickeln. Wenn Unternehmen immer mehr auf KI setzen anstatt junge Menschen auszubilden, kann es passieren, dass irgendwann der Nachschub an Senior-Entwicklern, die die KI managen fehlt.

Welche Möglichkeiten hat KI in der Systemadministration?

Bei der Systemadministration bietet KI viele Möglichkeiten zur Unterstützung. So kann KI beispielsweise die Überwachung des Systems übernehmen und Meldungen vorpriorisieren. Auch Standardprobleme lassen sich sicher leichter lösen und der menschliche Support wird dadurch entlastet.
Im Alltag kommt es aber zu vielen nicht alltäglichen Situationen bei denen flexible Entscheidungen getroffen werden müssen. Ein Systemadministrator muss das ganze System verstehen und nicht nur Teile davon. Dieser Blick für das große Ganze fehlt KI oft.

Fazit: Was kann KI ersetzen und was nicht?

In allen Bereichen zeigt sich, dass viele technische und tägliche Handgriffe von der KI übernommen werden können. Sie ist gut im Auswerten von Statistiken, im Erkennen von nicht normalen Vorgängen, sich wiederholenden Prozessen und dem Erstellen von einfachem Code. Dadurch wird sie für viele im IT-Sektor zu einem guten Hilfsmittel. In einigen Fällen wird ihr aber, meist aus guten Gründen, nicht die volle Verantwortung für Projektentscheidungen überlassen. Hier haben vor allem mit Menschen mit Erfahrung die Nase vorn. Sie können besser die Prioritäten für ein Unternehmen setzen und verschiedene Bedürfnisse unterschiedlicher Parteien in Einklang bringen. Hinzu kommt ein gewisses Vertrauen und eine Verantwortlichkeit, die man der KI oft abspricht. Sollte es zu unerwarteten Problem kommen, hat man mit einem Menschen einen direkten Ansprechpartner, der im Zweifel auch zur Verantwortung gezogen werden kann und/oder Fehler rückgängig machen kann. Hinzu kommt die Kostenfrage. Nicht immer ist KI so günstig, wie es uns suggeriert wird. Viele Anbieter befinden sich noch in der Akquise Phase und versuchen Unternehmen durch möglichst günstige Einstiegsangebote zu locken. Da die Anbieter dadurch häufig ein Verlustgeschäft haben, ist davon auszugehen, dass die Preise ansteigen werden. Für leistungsstarke Modelle wird bereits jetzt einiges an Geld benötigt und auch diese werden nicht günstiger. Es ist also nicht automatisch der günstigere Weg. Dennoch ist es spannend, was KI bereits jetzt als Hilfstool leistet, und wir sind gespannt darauf, wie sich dies in Zukunft weiterentwickeln wird.